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Angelika Lesche und die Katzen in der Toskana

Katzen Lesche


Angelika Lesche, die Katzenmama in der Toskana - Stand der Dinge

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Wir haben Hunger - November 2011

Katzen Lesche

Pünktchen (nur Pate gesucht!)

Rasse: EKH (kastriert)
Alter: geb. ca. 1997
Beschreibung:
Pünktchen übernahmen wir im Herbst 2009, vor also fast zwei Jahren. Zusammen mit Kater Anton, der vermittelt wurde, verlor sie ihr zu Hause, denn ihr Frauchen, eine ältere Dame, musste ins Pflegeheim. Die beiden Katzen kamen zu Michaela nach Idensen.
Pünktchen war sehr übergewichtig und nicht sehr verträglich mit ihresgleichen. Inzwischen ist Pünktchen Einzelkatze, weil der im Haushalt lebende Kater verstorben ist. Andere Katzen akzeptiert sie nicht, sie möchte alleinige Samtpfote sein.
Vermutlich bedingt durch das jahrelange Übergewicht hat Pünktchen Probleme mit dem Herzen und braucht täglich ein Medikament. Sie hat inzwischen abgenommen, doch das Herzproblem wird bleiben. Vor kurzem wurde ihr eine Umfangsvermehrung auf dem Kopf entfernt.
Nachdem sich in all den Jahren kein geeigneter Interessent für Pünktchen fand und sie hier in Idensen heimisch geworden ist, haben wir beschlossen, Pünktchen nicht mehr zu vermitteln. Sie ist mit ihren 14 Jahren keine junge Katze mehr - ein weiterer Umzug wäre für sie möglicherweise nicht zu verkraften. Pünktchen liebt die Freiheiten, die sie hat - sie kann jederzeit rausgehen, ist aber am liebsten im Haus. Sie schläft viel, ist ansonten mit ihrer Bezugsperson verschmust, vor Fremden zeigt sie Scheu.
Pünktchen darf also bis zum Ende ihrer Tage in Idensen bleiben. Wir suchen einen Paten für sie, der den Verein insbesondere bei den laufenden Kosten für das Herzmedikament unterstützt.
Derzeit warten wir noch auf die Ergebnisse einer Blutuntersuchung um festzustellen, ob sich noch weitere "Zipperlein" eingeschlichen haben.
Wenn SIE die Patenschaft für Pünktchen übernehmen wollen, so wenden Sie sich bitte an Michaela Wolf (michaela@tierhilfe-idensen.de oder 05723-798419).
Wir berichten natürlich weiter!
Pünktchen

Pünktchen

Katzenjammer - oder: Bloß nicht aufgeben!

Im Frühjahr letzten Jahres hatten Andreas und ich eine wirklich bekloppte Idee: Wir fanden, dass in unserem Haus Platz für eine zweite Katze ist. Dabei dachten wir auch, dass unser Kater sicher Gefallen an einer Mieze finden könnte. So begaben wir uns auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin für unseren kleinen Italiener.
Der Weg führte uns ins Tierheim. Dort fanden wir sofort eine Reihe von Samtpfoten, die in Frage kamen. Oberste Prämisse war für uns, dass der neue Hausbewohner mit seinen Artgenossen sozial ist, denn unser "Doc Evil" ist nicht nur körperlich sehr zart sondern auch in seiner Seele.
Schlussendlich fiel unsere Wahl auf eine braun getigerte Kätzin, die etwa 2 Wochen zuvor als Fundtier in einer Nachbarstadt aufgelesen wurde. Über ihr Vorleben wussten wir gar nichts. Im Tierheim zeigte sie sich äußerst verschmust und gutmütig, so dass wir annahmen, dass sie auch nett zu unserem "Doc" sein würde.
Das erste, was "Hedwig" tat, als sie bei uns daheim aus der Box stieg und den Kater erblickte, war, in Angriffstellung zu geben und böse zu fauchen. Das gleiche tat sie beim Anblick unserer Hunde - offenbar hatte sie nie zuvor mit anderen Vierbeinern zu tun gehabt. Wir schoben dieses Gebaren auf die anfängliche Unsicherheit und Angst, die viele Tiere nach einem Umzug zeigen.
Die erste Zeit musste "Hedwig" in Haus bleiben, denn es waren noch die Impfungen zu machen und auch die Kastrationsnarbe musste noch verheilen. Unser "Doc" und auch die Hunde hatten große Angst vor "Hedwig", die jedes Mal das gesamte Programm an Drohgebärden abspielte, wenn sie einen von ihnen erblickte. Es führte soweit, dass "Doc" sich tatsächlich nicht mehr ins Haus traute und in die Hundehütte umzog. Wir richteten ihm dort einen Katzenplatz mit Körbchen und warmer Decke ein - was half´s! In der Hoffnung, die Lage würde sich beruhigen, wenn "Hedwig" erst einmal raus dürfte, bestätigte sich nicht. Sie setzte sich auf den Thron der unnahbaren Herscherin hier im Haus und sogar wir wurden angefaucht, wenn wir in unser Bett wollten und Madame dort zufällig lag.
Also waren Maßnahmen zu ergreifen - insbesondere um unseren "Doc" zu schützen, der immer weniger präsent war und um dessen Seelenheil wir wirklich in Sorge waren. Nach der anfänglichen Hege und Pflege, die wir der "armen Hedwig" entgegenbrachten, wurde sie ab sofort ignoriert. Man merkte richtig, wie ihr das mifiel und wie sehr sie sich in ihrer Position gestört fühlte. Griff sie einmal wieder unsere Hunde oder den "Doc" an, gingen wir dazwischen, verscheuten sie und beschmusten vor ihren Augen den Kater. Diese Methoden klingen hart und sie waren es auch für uns, die wir doch unser neues Familienmitglied in unseren Kreis aufnehmen und ihr gute Katzeneltern sein wollte. Nicht einen Moment dachten wir in dieser Zeit daran, "Hedwig" zurück ins Tierheim zu geben - für uns war klar, dass wir der Verantwortung, die wir übernommen hatten, nun auch gerecht werden mussten! Und wir hatten Erfolg: Nach und nach nahmen die Katzenkämpfe ab, die beiden Samtpfoten gingen sich mehr und mehr aus dem Weg und wir stellten fest, dass "Hedwig" immer seltener den Konflikt suchte.
Nachdem wir begonnen hatten, die Katzen an getrennten Stellen zu füttern, nahm auch der Futterneid ab. Unseren Kater holten wir ins Haus, wann immer wir ihn draußen trafen und beobachteten, dass dieser sich zumindest hin und wieder auf seinen Kratzbaum oder in die Bügelwäsche legte, um ein Nickerchen zu machen.
Nach und nach kam der "Doc" immer öfter ins Haus, ganz gleich, ob "Hedwig" in einem Türrahmen lauerte. Er machte einfach einen großen Bogen um sie und zeigte auch schon mal die Zähne.
Vor einigen Tagen konnte ich die beiden Katzen zum ersten Mal zusammen füttern - natürlich jeder getrennt an seinem Fressplatz, aber doch im gleichen Raum zur selben Zeit! Es war wie Weihnachten für uns. Seit diesem Tag ist der Frieden fast wieder hergestellt. Unser "Doc. Evil" hat begriffen, dass er sich den Angriffen der Kätzin hin und wieder zur Wehr setzen muss, um seine Position zu halten und Hedwig ist es mittlerweile offenbar egal, wenn eine andere Katze in der Nähe ist. Heute dann lag "Hedwig" in ihrem Katzenkorb auf der Fensterbank in der Küche - darunter der "Doc" im Hundekorb - beide friedlich schlafend...
Hedwig
Vier Monate hat es gedauert, bis sich alles zum Guten gewendet hat und wir sind mehr als froh darüber, dass nun beide Samtpfoten offenbar zufrieden sind.
Ich glaube nicht, dass es einmal etwas wie Freundschaft zwischen den beiden geben wird - es reicht uns aus, wenn sich keiner prügelt oder dem anderen etwas neidet!

Jeder, der sich eine zweite Katze adoptiert, sollte mit solchen Problemen rechnen - Katzen brauchen mitunter eine lange Zeit, um sich aneinander zu gewöhnen und den anderen zu akzeptieren. Aufgeben sollte man nicht - übernimmt man ein Tier, ganz gleich, was für eines, muss man sich der Verantwortung stellen!


Michaela
August 2007
Hedwig & Andreas