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von webmaster

Das Griechenland-Projekt

Update aus August 2018

Elisabeth hat uns schlimme Bilder geschickt - einer ihrer Tierschutzkollegen hat verhungerte Katzenkinder gefunden, dem Tode näher als dem Leben!
Er konnte ihnen nicht mehr helfen - allein in den letzten Minuten ihres Lebens konnte er ihnen Zuwendung schenken.
Sie sind in seinen Armen gestorben.

Wir haben entschieden, die Bilder nicht auf unsere Seite zu stellen - wir möchten solche Fotos nicht zeigen.
Wir zeigen Euch viel lieber Fotos unserer Erfolge - z.B. von Kastrationsaktionen, die genau solche Schicksale verhindern.
Gerade haben wir Elisabeth wieder die Kostenübernahme für 10 Katzenkastrationen zugesichert!

Update aus Februar 2018

Elisabeth Jost lebte bis vor etwa 1,5 Jahren in Griechenland, bevor sie zurück nach Deutschland zog.
Während ihrer Zeit vor Ort nahm sie nicht nur viele Straßentiere und in Not geratene Vierbeiner bei sich auf, sondern versorgte zusammen mit Einheimischen täglich Streunerkolonien.
Die Tierhilfe Idensen e.V. unterstützt Elisabeth sein einigen Jahren – u.a. finanzieren wir Kastrationsaktionen und übernehmen Futterkosten.
Elisabeth hält nach wie vor engen Kontakt zu den griechischen Tierschützern und ist damit das Bindeglied zwischen ihnen und uns. Jeden von ihnen kennt sie persönlich, so daß wir sicher gehen können, daß jeder gespendete Cent auch wirklich bei den Tieren ankommt (zumal Elisabeth penibel alle Rechnungen und Beleg an uns weiter leitet, damit wir entsprechende Kosten übernehmen können).
Nachstehend der Bericht von Elisabeth:
Mein Besuch vom 8.-19.8.2017 in Philippi/Kavala – aktuelle Situation

Seit meiner Ausreise mit meinen 12 verbliebenen Tieren aus Griechenland (11 Katzen und 1 Welpe) im Mai 2015, war dies der 1. Besuch vor Ort. Ich war gespannt auf meine eigenen Empfindungen, meine Reaktion. Erstaunlicherweise kam ich sofort bestens zurecht, ob mit der Sprache oder dem Land selbst. Alle Sinne schienen geschärft auf die Straßenränder gerichtet – sie hielten Ausschau nach Lebewesen. Ich sah diesmal keine getöten Straßentiere – eine Verbesserung im Vergleich zu früher.
Nicht zu vergessen, ich verlegte meinen Lebensmittelpunkt zu meinem Mann nach Griechenland im Jahr 1998!
Seitdem gehörten getötete Hunde und Katzen zum Straßenrandbild, sehr, sehr viele. Daher kommt das innere „Lauern“ auf die Straßenränder. Es wird nie wieder weggehen, auch nicht hier in Deutschland oder anderswo.
Am Tag nach meiner Ankunft nahm ich sofort Kontakt auf mit den mir bekannten Tierschützern auf:
Christine: Sie sterilisiert verwaiste Katzen in Philippi
Sakis: Immer am Rande der Existenz, nimmt jede Arbeit an und hat mindestens 15 Katzen aufgenommen, die er mit unserer Hilfe versorgt und kastriert hat
Lena : Hat eigens ein Grundestück gemietet für ihre 15 Straßenhunde + Welpen
Sarah: Unermüdlich in Kavala tätig, 14 Katzen und 3 Hunde zuhause aufgenommen, die Flut reisst nicht ab
Familie Ladopoulos: Aktiv in einem Bergdorf Chalkero
Vera, eine Weisrussin: Kümmert sich sich in den Pangeon-Bergen um verwaiste Hunde mit Welpen
Josef: Lebt mit 6 geretteten Hunden und dem ich sofort für ihn kostenlose Kastration und Kontakte mit deutsch-sprechenden Tierschützern vermitteln konnte
Tierärzte Stathis Simeonidis, Georgos Kalfadis, Evangelia Kontostoli, Jannis in Drama.
Ich besuchte sie alle und machte mir selbst ein Bild von allem.

Griechenland

Während meines Besuchs wohnte bei meinem Mann Jannis in Philippi. Direkt vor der Tür – wie immer – Tiere, Tiere.
Viele Nachbarn haben ihre Häuser verlassen, um in der Stadt zu wohnen. Ihre Haustiere ließen sie einfach zurück. Ein Mal in der Woche kommt der Nachbar von gegenüber, füttert seine Hunde und tauscht das Wasser, das bei dieser irren Hitze vor sich hin gammelte. Ich fütterte die Tiere ab dem 1. Tag meines Aufenthalts mit gekochten Nudeln und Dosenfutter, damit sie gutes, feuchtes Essen hatten.
Als der Nachhbar kam, verkrochen sich die großen Hunde, gaben keinen Laut von sich. Normalerweise rennen die Hunde vor Freude an die Pforte und um die Eigentümer herum, wenn diese zurück kommen. Mich aber hatten diese beiden großen Hunde nicht vergessen und rannten an ihrem Gatter verrückt vor Freude herum, als ich ankam...
Das 1 Jahr alte Katerchen dieser Leute fand geduldete Zuflucht bei Jannis, so auch das Nachbarhundele „Orfeas“, einer der Überlebenden aus der Zeit, als ich dort war, mehfach ausgesetzt und zurückgefunden. Er hatte Zecken überall, brauchte ein Bad, er bekam alles, so gut er es in seiner immergegenwärtigen Angst zuließ. Das Katerchen ließ ich während meiner Tage dort gleich kastrieren.

Nochmals zu dem Hund "Orfeas":
Als ich noch in Philippi lebte, war ich mit dem Auto in ein anderes Bergdorf unterwegs. Etwa 5 km von zu hause entfernt sah ich zwei Hunde auf einem Acker. Der eine sah aus wie Orfeas, der Hund unserer Nachbarn, den anderen Hund kannte ich nicht. Er war sehr verwahrlost und suchte gleich verängstigt das Weite. Tatsächlich erkannte auch Orfeas mich sofort und stieg stracks in mein Auto hinein…… merkwürdig!
Ich kehrte also um und brachte Orfeas zurück, da ich ihn nicht mitnehmen konnte. Ich informierte die Nachbarn… und da war klar: Sie hatten beide Hunde ausgesetzt, und dass ich Orfeas fand und zurückbrachte verstimmte sie mir gegenüber entsprechend. Das andere Hundchen war für immer verloren.
Ich kann sagen: Diese wenigen Wochen vor Ort waren so reich, Tiere und Menschen freuten sich, Menschen weinten über die erhaltenene Untertützung von gebrauchter Kleidung bis zu Geldspenden, die ich verteilte.
Ich bezahlte Tierarztrechnungen und übernahm Futterrechnungen, damit sich die Tierschützer mit Hunde- und Katzenfutter eindecken konnten.
Ich habe das Gefühl, meine Hilfe brachte ihnen Wärme in die Herzen, Kraft, um weiter zu machen. Denn sie können nicht einfach weggehen. Dieses wahrgenommen und gesehen werden und die Wertschätzung ihrer Tierarbeit ist der Balsamguss in ihre wunden Herzen und Seelen und ermutigt sie, nicht aufzugeben!
Ich erzählte ihnen allen von der Tierhilfe Idensen e.V. und seinen Aktiven und Unterstützern - Euch fließen so viele gute Wünsche und großer Herzensdank zu. Sie werden es niemals vergessen, was ihr ihnen Gutes zufließen läßt im Namen der Tiere.

Von meinen lieben Freundinnen Meike und Angela – beide OP-Schwestern – erhielt ich kostbares chirurgisches Nahtmaterial für die Tierärzte, das ich an sie verteilte und sie BESCHWOR, sehr gute Preise für Kastrationen dafür zu machen.
Sie versprachen es!
Das Material hatte einen Wert von insgesamt ca. 4000 €. Tatsächlich konnten es diese Tierärzte nicht fassen, welchen Wert sie da geschenkt bekamen!
Kurz vor meiner Anreise am 8. August 2017 schickte ich ca. 70 kg Futter runter. Es sind Spenden, die ich hier erhalte, da sich meine Arbeit rumspricht. 30 kg gingen an Sakis und 40 kg gingen an (meine) Adresse in Philippi. Ich sorge dafür, dass das Futter dort entsprechend verteilt wird. Über meine Nichte erhalte ich gute Versandkonditionen von DHL, so dass sich Pakete lohnen.Die Freude der Empfänger (ich rede immer von beiden: Menschen & Tiere) ist gleich Heilung. Es brennt in mir.
Es brennt in mir mehr zu tun, als ich tun kann!

Da ich nicht von besseren Zeiten träume, mache ich immer nur das nächst mögliche Realisierbare. So wird evtl. ein Traum eines Tages Wirklichkeit: Ein Gnadenhof in Griechenland – mit allem drum und dran. Aber das geht nur mit geerdeten Schritten und absolut fundierter Überlegung auf rechtlicher Grundlage. Sonst ist das von vorherein zum Scheitern verurteilt.
Daher mache ich einfach weiter und bin dankbar über dieses stille innere Glück, für einige dieser tapferen Menschen, die nicht wegschauen, ein Hoffungs- und Lichtstrahl sein zu dürfen.
Die Tiere und ihr Schutz sind in meine eigene Seele geschrieben und Erlebtes und Erfahrungen sind weit mehr als ich es hier in Worte fassen kann.
Meine Dankbarkeit ist mindestens ebenbürtig und eine der Quellen für meine Lebensernergie.
Hinter meiner Tierschutzarbeit steht ein tiefe und schmerzhafte Auseinandersetzung über den Wert des Lebens und der tatsächlichen Aufgabe von uns Menschen während unserer Erdenzeit. Doch das wird einmal auf einem getrennten Blatt stehen.
Möge dieser Gedanke heute genügen.

Es folgen Fotos und einige übersetzte Berichte von Tierschützern vor Ort, und zwar:
1. Lena Leahy und ihre Gruppe
Ihre Gruppe, die sich Nula-Team (10 Mitglieder) nennt, hat sich 2015 formiert.
Zuvor waren sie alle im Alleingang aktiv- vorwiegend im Pangeon-Distrikt und im besonderen in den Nea Peramos und Nea Iraklitza Dörfern.
Es war die Hündin Nula, die zum Katalysator für diese Gründung wurde. Man fand sie in furchtbarem Zustand, abseits liegend von 3 anderen Streunern in den verlassenen und verfallenden Gebäuden von „Loutra Elevtheron“ (alles in der Kavala-Umgebung).
Menschen ängstigten Nula derart, dass kaum einer an sie ran kam, sie blieb immer in sicherem Abstand zu jedem, der kam. Nula war vollkommen bedeckt mit Räude und hatte offensichtlich mit noch anderen Krankheiten zu kämpfen. Die meisten hätten sie sofort eingeschläfert, aber das Team entschied sich, sie zu behandeln.
Sie brachten ihr und allen anderen Streunern Futter und Wasser und reinigten eines der verlassenen Gebäude, installierten dort Futter- und Wasserstellen. Täglich fuhr einer hin, um die Tiere zu kontrollieren und sich um sie zu kümmern.
Durch diese positive Erfahrung ließen 4 der Hunde Menschennähe zu, sie konnten zu einem Tierarzrt nach Peramos gebracht werden, wurden dort untersucht und kastriert. Später brachten man die Tiere wieder nach Elevtheron an ihren angestammten Platz.
Aufgrund der weiten Strecke, die die Tierschützer zu den verfallenen Gebäuden täglich zurück legen mussten, beschlossen sie, Geld zu sammeln, ein Grundstück in der Nähe zu mieten, Schutzhütten zu bauen, um verletzte Tiere gut und sicher unterzubringen und um sie halbwegs vorort pflegen und medizinisch versorgen zu können nach OPs, Kastrationen etc.
Griechenland

Griechenland

Auch war es endlich ein Ort, um problematische Hunde unterzubringen und um Tiere, die ganz offensichtlich in Gefahr waren von der Straße wegzuholen.
Hier muss gesasgt werden, dass alle Hunde mit einer Ausnahme nicht gefährlich waren, es waren am wahrscheinlichsten missbrauchte Tiere, die sich nur verteidigten.
Unglücklicherweise wuchs die Summe der stationiertenTiere auf 14 an, wobei bereits genausoviele vermittelt wurden - innerhalb Griechenlands, nach Deutschland und England.
Jeden Tag fährt einer aus dem Team Nula zum „Shelter“, um die Tiere zu füttern, alles zu reinigen und generell auf die Hygiene zu achten. Alle haben viel von ihrem privaten Geld investiert, sammelten Spenden für Futter und Zubehör, Medikamente und tierärztliche Behandlungen. Die Grundstücksmiete (ich weiss, dass es 100€/Monat sind) wird ebenfalls vom Team bestritten. Das Geld für Sterilisationen kommt aus eigenen Spendensammlungen, Spenden und aus den privaten Geldbeuteln.

Alle Mitglieder von NULA halten bedürftige Tiere bei sich zuhause und versorgen viele in ihrer jeweiligen Umgebung.
Lena selbst hat ca. 8 Hunde und mehrere Katzen bei sich.

Griechenland

Das Team bittet um Spenden für Futter, Medikamente und für alles, was benötigt wird, um bedürftigen Tieren zu helfen.
Katzen, die sterisiliert werden, werden nicht an ihre Eigentümer zurückgegeben, wenn sie keine gute Tierhalter sind, und Streuner werden nach der Kastration wieder an ihre angestammten Plätze gebracht.
Die Hündin Nula hatte noch einige gute Monate bevor sie über die Regenbogenbrücke ging.

2. Sakis Tsiros:
Rettet viele Katzen vor dem sicheren Verwahrlosungs- und Hungertod.
Er leistet Unbeschreibliches. Ständig im Einsatz für die Tiere.
Griechenland

Zuhause hat er ca. 14 Katzen, mindestens doppelt soviele versorgt er in der Umgebung.
Schlägt sich durch mit Malerjobs, arbeitet, was er kriegen kann. Lebt sehr bescheiden, gibt alles den Tieren. Baut aus festen Kartons Unterschlüpfe für Katzen im Umkreis, wo er wohnt. Habe ihn zuhause besucht.

3. Foteini Mandalianou
Foteini ist derzeit gut versorgt, da sie eine deutsche Organisation tatkräftig und großzügig unterstützt. Sie hat sehr viele Hunde auf einem Grundstück, das sie für sie benutzen kann.
Mehr zu ihr kann man direkt auf ihrer Facebook-Seite unter Foteini Mandalianou erfahren.
Sie geht aussergewöhnliche Wege, da sie und ihre Familie auch (als Griechen) mit Hunden und Katzen zuhause leben. Ihr Sohn wächst mit Tieren verantwortungsbewußt auf und hilft mit, ganz besonders ist das. Tiere im Hause zu halten ist noch immer ein Tabu in Griechenland. Menschen, die das tun, werden in der Regel gemieden oder streng verurteilt. Vielleicht ändert sich das nach und nach.
Wir sind und bleiben in Kontakt.

4. Sarah Galanakis-Moore
Siehe beiliegenden Artikel, den Sarah schrieb und letztes Jahr veröffentlicht hat:
Griechenland

Sie Situation ist nach wie vor schlecht, viel Tiere sind gestorben. Katzen haben einen noch geringeren Stellenwert als Hunde in der griechischen Gesellschaft. Es ist ein großes Elend.
Als ich Sarah vor ein paar Jahren kennenlernte, hatte sie zuhause 4 Katzen. Heute sind es 14 und 3 Hunde.
Sie füttert auch Straßentiere. Wir haben durch Sarah ein größeres Katzenrudel dieses Jahr kastrieren lassen. Futter wird stets dringend benötigt.


Unser Engagement in Griechenland entstand, als Dietlind eine ältere Hündin von einer dort lebenden Deutschen adoptierte.
Elisabeth Jost betreute neben einer Reihe von Hunden und Katzen, die sie bei sich aufnahm, auch mehrere einheimische Tierschützerinnen. Sie half bei der Versorgung mit Futter und griff ihnen zur Bewältigung der Tierarztkosten unter die Arme.

Griechenland

Wir lernten Elisabteh letztes Jahr persönlich kennen und vereinbarten eine regelmäßige monatliche Geldspende von 100 Euro.
Davon kauft sie Futter und bezahlt Tierarztrechnungen. Bei Bedarf, und wenn unsere Mittel es zulassen, geben wir auch mehr.

Griechenland

Inzwischen ist Elisabteh zurück nach Deutschland gegangen, aber unser Projekt läuft weiter!
Elisabeth hält den Kontakt zu den Tierschützern vor Ort. So kennt sie den Bedarf und kann Hilferufe an uns weiter geben.
Jeden Monat bekommt sie die Quittungen aus Griechenland, die sie prüft und an uns weiter leitet. Wir erstatten dann die Aufwendungen über die vereinbarte Summe von 100 Euro.

Griechenland

Bei den Hunden und Katzen, die versorgt werden, handelt es sich ausschließlich im Streuner. Sie leben meist in kleinen Gruppen zusammen und haben fest eingerichtete Futterstellen.
Sie werden jeden Tag gefütttert und dabei natürlich auch einer regelmäßigen Gesundheitskontrolle unterzogen.
Alle Tiere wurden kastriert - und kommt ein Neues in die Gruppe, wird es ebenfalls so schnell wie möglich unfruchtbar gemacht.